Therapieformen

Säure-Basen-Regulationstherapie

Die meisten unserer biologischen, chemischen und hormonellen Parameter sind breiten Schwankungen unterworfen. Es gibt jedoch Messwerte im menschlichen Organismus, die als Voraussetzung für einen optimalen Stoffwechsel peinlich genau eingestellt werden müssen. Dies trifft für die Körpertemperatur zu wie auch für den Säure-Basenzustand (pH) des Blutes.Der pH von Blut und Bindegewebe beträgt idealerweise 7.35-7.45, wo wir das biologische Gleichgewicht im Blut und in den meisten Körpergeweben finden. Er kann im Extremfall zwischen 7.0 und 7.8 schwanken, darüber hinaus ist es nicht mehr mit dem Leben vereinbar. Wegen dieser immensen Bedeutung weist der Organismus multiple Vorkehrungen auf, diesen pH-Wert stabil zu halten. Entscheidend dabei ist die Pufferkapazität des Organismus.

Diese „Puffersysteme“ setzen sich aus verschiedensten basischen Substanzen zusammen. Sind diese Systeme intakt, ist die Pufferkapazität hoch und in der Lage, Säureattacken zu neutralisieren. Im anderen Fall resultieren Verschiebungen im pH-Wert mit entsprechenden Belastungen für den Stoffwechsel, da die meisten chemischen und enzymatischen Reaktionen streng pH-abhängig sind.

Ganz entscheidend ist es deshalb zu wissen, wie sauer das Milieu in den einzelnen Körperzellen (=intrazellulär) ist. Wenn der Säuregrad dort zu gross ist, können die Zellen ihre Aufgaben nicht mehr richtig erfüllen. Wenn sich die Pufferkapazität des Organismus durch die Zufuhr von Säuren langsam erschöpft, besteht nur die Möglichkeit, die überschüssigen Säuren ins Gewebe abzuschieben, was u.a. die Ursache von degenerativen Gefässprozessen (Arteriosklerose) und Tumoren sein kann, oder die Säuren mit Mineralien aus den Knochen und Knorpeln zu neutralisieren, woraus Arthrosen und Osteoporose entstehen können. Bei diesen Prozessen findet man immer einen alkalisch erhöhten Blut-pH und eine verminderte Pufferkapazität des intrazellulären Raums (=latente Azidose (Übersäuerung); heutzutage leider der Normalzustand).

Mögliche Folgen der Übersäuerung

Eine Störung des Säure-Basen-Haushaltes wird in der Fachliteratur als Mitursache für verschiedene gesundheitliche Probleme erkannt:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Osteoporose, rheumatische Erkrankungen (Arthrose, Bandscheibenschäden), verzögerte Frakturheilung
  • Erkrankungen des Verdauungstraktes wie Sodbrennen, Magengeschwüre, Gallensteine, Störungen der Darmflora, erhöhte Darmpermeabilität und daraus entstehend immunologische Reaktionen (Heuschnupfen, Asthma, Allergien), Darmkrämpfe, Darmentzündungen
  • Hauterkrankungen wie Akne, Schweissgeruch durch übersäuerten Schweiss, Allergien, Neurodermitis, Hautpilze, Hautentzündungen
  • chronische Müdigkeit, Energielosigkeit
  • depressive Verstimmungen, Reizbarkeit
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Verschlechterung der „rheologischen“ Eigenschaften (Fliessfähigkeit) des Blutes: Durchblutungsstörungen, Hörsturz, Ohrgeräusche, niedriger Blutdruck, Herzrhythmusstörungen
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Zahnkaries, Parodontitis
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Gicht
  • verminderte Leistungsfähigkeit beim Sport wegen schnellerer Übersäuerung, Muskelverhärtungen
  • erhöhte Schmerzempfindlichkeit