Therapieformen

Enzymtherapie

Enzyme- auch als Biokatalysatoren bezeichnet - sind an jedem Stoffwechselprozess in unserem Organismaus beteiligt. Sie steuern z.B. Atmung, Verdauung, Energiegewinnung, Blutgerinnung, Heilungsprozesse nach Verletzungen und Entzündungen oder die äußerst komplexen Abläufe unseres Immunsystems: Alles ist enzymgesteuert - in jeder Sekunde unsers Lebens!

Interessant dabei ist, daß Enzyme im Stoffwechsel nicht verbraucht werden, sondern am Ende der Reaktion wieder in der ursprünglichen Form vorliegen.

Strukturell sind alle Enzyme aus Aminosäuren aufgebaut und sehr empfindlich. Enthalten Enzyme Bestandteile, die keine Aminosäuren sind, spricht man von Co-Faktoren (z.B. Vitamine). Ohne Vitamine funktionieren viele Enzyme nicht richtig - es kommt zu Stoffwechselstörungen. Enzyme können ihre vielfältige Wirkung nur bei bestimmten pH-Werten (Säure-Basen Haushalt!) und Temperaturen voll entfalten.

Bei der Enzymtherapie werden unterschieden

  • Systemische Enzymtherapie bei einer Vielzahl an Erkrankungen
  • Enzymzufuhr bei Verdauungsbeschwerden auf Grund von Enzymmangel

Hauptanwendungsbereiche

  • Schmerzen
  • Atemwegsentzündungen (Bronchien, Nasennebenhöhlen)
  • Sehnen- / Muskel- / Gelenksentzündungen
  • Rheumatische Erkrankungen / Rheuma
  • Krebs- und Autoimmunerkrankungen (Enzyme unterstützen unser Immunsystem, indem sie die Abwehrreaktion ankurbeln, wenn es zu schwach verläuft, es aber auch rechtzeitig wieder herunterfahren, so dass es nicht zu einer überschießenden [autoimmunen] Immunabwehr kommt)
  • Durchblutungsstörungen / Gefäßerkrankungen_
  • (Sport-) Verletzungen wie z.B. Prellungen, Stauchungen