Therapieformen

Akupunktur

Die chinesischen Heilkundigen haben schon vor 5000 Jahren ein komplexes Heilsystem erforscht und angewendet. Sie waren der Meinung, dass es außer den uns bekannten Adern und Nervenbahnen auch Strombahnen der Energie gibt, die sog. Meridiane. Ihre Existenz wird schulmedizinischerseits bezweifelt, allerdings gibt es Forschungsansätze, die nicht nur elektromagnetische, sondern auch thermographische Hinweise gefunden haben. Und, interessanterweise ist die Akupunktur von der WHO anerkannt und auch Teil unseres Kassenmedizinsystems. Mittels Nadeln oder anderen Reiztechniken kann nun der Heilpraktiker damit anerkannterweise in vielen Fällen Schmerzen beseitigen oder lindern oder auch auf andere Regulationssysteme Einfluss nehmen.
Die Akupunktur ist eingebettet in ein eigenes Diagnosesystem. Der Begriff Akupunktur leitet sich aus dem lateinischen acus (= die Nadel) und punctura (= der Stich) ab. Im chinesischen Kulturkreis wurden schon in der Steinzeit Einstiche mit Quarznadeln gemacht um Erkrankungen zu behandeln. Nach Europa wurde dieses Behandlungsverfahren erst Ende des 17. Jahrhunderts gebracht. Da die Akupunktur in einen historischphilosophischen Hintergrund eingebettet und damit Teil der chinesischen Weltanschauung ist, hat sie in Europa lange gebraucht bis sie sich, zunächst bei den Heilpraktikern, durchgesetzt hat. Erst in den 50iger Jahren entstand die erste deutsche Literatur zu dem Thema. Von der Schulmedizin wurden die Akupunktur und ihre Anwender lange Zeit verteufelt. Die Akupunktur zur Schmerzbehandlung wurde von der Weltgesundheitsorganisation als Indikation anerkannt.